Juli 2016   von Heinz Lorenzen
22. - 24. Juli

Am 22.07. haben meine Frau und ich uns früh am Morgen auf den ca. 2 200 km langen Weg nach Gura Humorului gemacht. Unser Auto war wieder vollgeladen mit Material für Schule und Kindergarten, Kinderbekleidung, Schuhen, Puzzle, Spielen und Spielzeug. Nach Zwischenstationen in St. Valentin in Österreich und Livada bei Satu Mare in Rumänien sind wir am späten Nachmittag des 24. Juli in unserer Pension in Gura Humorului angekommen. Bald nach uns ist auch unsere Dolmetscherin, Cristina Holom aus Dumbraveni bei Sighisoara, eingetroffen, die in diesem Jahr mit ihren Eltern und ihrer Schwester angereist war.

25. Juli, Montag

Am Morgen sind unsere Dolmetscherin und wir zur Gemeindeverwaltung in Berchisesti gefahren. Dort haben wir den stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Hogea, angetroffen, der in Corlata wohnt. Die Bürgermeisterin, Frau Taran, war zu einer Schulung in Suceava. Mit zwei weiteren Mitarbeitern der Gemeinde sind Herr Hogea und wir dann weiter zum Gemeindezentrum in Corlata gefahren. Ge-meinsam haben wir das Auto ausgeladen. Herr Hogea und die Mitarbeiter der Gemeinde haben uns noch einige Tische aufgestellt und uns dann wieder verlassen. Cristina, meine Frau und ich haben die mitgebrachte Kinderbekleidung nach Bekleidungsart und Größe sortiert.

26. Juli, Dienstag

Mit zwei Mitarbeitern der Gemeinde in Berchisesti haben wir die Bekleidung, Schuhe, Puppen, Spielzeug und Süßigkeiten auf mehr als 50 Familien aufgeteilt und die 73 Beutel bei über 30°C zu den Familien gebracht.

27. Juli, Mittwoch

Die Lehrerin Frau Sbarnau ist bereits in Gura Humorului zugestiegen. Frau Bilan, die zweite Lehrerin, haben wir in Berchisesti abgeholt. Wir sind zunächst zur Schule in Corlata gefahren, um die Sachen, die wir für die Schule, den Kindergarten und die Spielothek aus Deutschland mitgebracht hatten, auszuladen. Danach ging es weiter in die Kreisstadt Suceava, um in der Metro und in einer Buchhandlung weiteren Bedarf für Schule und Kindergarten nach einer Wunschliste, die die Lehrerinnen und die Kindergärtnerin erstellt hatten, bedarfsgerecht einzukaufen. In der Buchhandlung haben wir auch 48 Bücher für die Schulbücherei gefunden. - Es gibt mit jedem Jahr zunehmend auch Bücher mit großer Schrift für die Erstleser in der Grundschule. Auf dem Rückweg haben wir zunächst die gekauften Dinge zur Schule in Corlata gebracht. Beide Lehrerinnen haben sich sehr für unsere Unterstützung bedankt. Unsere Hilfe erleichtert ihre Arbeit sehr. Danach haben wir Frau Bilan nach Berchisesti gefahren und Frau Sbarnau in Gura Humorului aussteigen lassen, bevor wir zu unserer Pension gefahren sind.

28. Juli, Donnerstag

Am Vormittag sind wir zunächst zu der Firma UPC Romania in Gura Humorului gefahren, die die Internetverbindung der Schule in Corlata betreibt. Die Firma UPC Romania hat die Firma Novasat übernommen, bei der wir einen Vertrag für das Internet haben. Seitdem bekommen wir die monatliche Rechnung nicht mehr als E-Mail zugesandt. Die Rechnung geht als Brief an die Schule in Corlata. Von dort an die Schule in Berchisesti und von dort unregelmäßig als E-Mail an uns. Obwohl ich den Vertrag und unsere Kundennummer dabei hatte, konnte die Mitarbeiterin uns nicht im System finden. Sie benötige eine Rechnung.

Als Nächstes fuhren wir zur Gemeindeverwaltung in Berchisesti. Diesmal haben wir die Bürgermeisterin, Frau Taran, angetroffen. Die Schulleiterin, Frau Varvaroi, ist bei ihr gewesen, sodass wir uns den Weg zur Schule sparen konnten. Bei dem Gespräch haben wir erfahren, dass die Schule in Corlata trotz der geringen Schülerzahl von nur 24 Schülern bestehen bleibt. Für die Inventarliste der Schule haben wir Kopien der Einkaufsbelege fertigen lassen. Auch das Problem mit der Firma UPC Romania haben wir angesprochen. Frau Varvaroi hat uns eine Kopie der letzten Rechnung bringen lassen.

Wir haben auch erfahren, dass die Rechnungen in den Ferien beim Kaufmann schräg gegenüber der Schule in Corlata abgegeben werden. Also sind wir zu-nächst nach Corlata gefahren, um die neueste Rechnung zu holen. Dann sind wir erneut zu der Firma UPC Romania in Gura Humorului gefahren. Aber trotz der aktuellen Rechnung waren wir nicht im System zu finden. Wir haben die Rechnung bezahlt und auf einer Kopie der Rechnung vermerkt, dass uns die Rechnungen künftig an unsere E-Mail-Adresse gesandt werden möchte. Aber der Vermerk ist nicht beachtet worden. Erst als ich im November eine Mail an die Firma gesandt habe, wurde meiner Bitte entsprochen.

Am Nachmittag sind wir erneut nach Corlata gefahren, suchten einige Familien auf und übergaben zwei Studien- und eine Ausbildungsbeihilfen.

29. Juli, Freitag

Wir sind ein letztes Mal in diesem Jahr nach Corlata gefahren, haben drei weiteren Familien Studien- bzw. Ausbildungsbeihilfen übergeben und haben uns bis zum nächsten Jahr verabschiedet.

30. Juli – 01. August

Früh am Sonnabendmorgen haben meine Frau und ich uns auf die lange Heimreise gemacht. Cristina, unsere Dolmetscherin, haben wir bis Dej mitgenommen, wo sie von ihrer Familie schon erwartet wurde. Am Montag sind Christel und ich dann am späten Nachmittag wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.